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Geschichte und Entwicklung

Die Wurzeln der Schlitzer Kornbrennerei gehen zurück in das Jahr 1585. Das belegen vor allem Rechnungen aus dem 16. Jahrhundert. Abgaben von Wein, Bier und Branntwein in der Herrschaft Schlitz lassen sich seit 1575 belegen. Im Dörfchen Sandlofs, einem heutigen Stadtteil von Schlitz, wurde im Jahr 1585 erstmals herrschaftliches Bier gebraut. Der damalige Graf Eustach von Schlitz, genannt von Görtz, habe zugleich eine Branntweinblase aufstellen und neben der Brauerei eine Brennerei betreiben lassen.

 
 

Im Zuge der Festigung ihrer Herrschaftsposition in Schlitz wurde neben dem Brauhaus im Jahre 1616 auch eine neue Brennerei errichtet. Gut hundert Jahre später entstand ein neues Brennereigebäude in der damaligen Auerhahn-Brauerei in Schlitz. Nachweislich waren die Grafen von Schlitz seit 1732 im Besitz der Brennrechte. In den 50er Jahren wurde die Brennerei schließlich an den heutigen Standort, in den früheren gräflichen Schafhof, verlegt. 1969 ging die Graf Görtz’sche Kornbrennerei mit Destillation zusammen mit dem Karlshof in das Eigentum des Landes Hessen – Domänenverwaltung – über.

 
 

Die Kornbrennerei mit dem Karlshof war bis zum 30. September 2006 hessischer Landesbetrieb und hieß „Schlitzer Kornbrennerei der Hessischen Staatsdomäne Karlshof“. Im Jahr 2006 kaufte die Stadt Schlitz das Unternehmen und gründete eine GmbH. Die Städte Schlitz (zu 90%) und Hünfeld (zu 10%) halten als Gesellschafter die Anteile an der neuen Schlitzer Korn- und Edelobstbrennerei GmbH.

 
 

Dort werden ausgesuchte Früchte und Kräuter von Meisterhand zu Spirituosen von höchster Qualität und Reinheit verarbeitet. Dafür zeichnet sie die DLG als „Top Ten Betrieb“ aus und verleiht ihr seit zwanzig Jahren den „Preis der Besten“ in Gold. Ihre Edelobstbrände, Fruchtsaftliköre, Kräuterliköre, der berühmte Burgenkümmel und der eichenfassgelagerte Schlitzer Korn erfreuen sich weit über die Grenzen der Region hinaus großer Beliebtheit.

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